Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat mit Trauer auf den Tod des Schriftstellers Peter Härtling reagiert.

Härtling, der zuletzt in Mörfelden-Walldorf lebte, war Träger der höchsten Auszeichnung des Landes Hessen: der Wilhelm Leuschner-Medaille (1996). Im Jahr 2014 erhielt er den Hessischen Kulturpreis.
Ein großer Lyriker, Journalist, Verleger und Schriftsteller

„Mit Peter Härtling geht ein großer Lyriker, Journalist, Verleger und Schriftsteller. Wie wenige andere hat er es geschafft, die Menschen für die Vielfalt der deutschen Sprache und für seine Werke zu begeistern. Mit seinen Worten hat er Bilder in den Köpfen seiner Leserinnen und Leser erschaffen. Sein Lebenswerk gehört zu unserer Kultur“, sagte der Ministerpräsident. Den Angehörigen sprach Volker Bouffier sein tief empfundenes Mitgefühl aus.

Der 1933 in Chemnitz geborene Härtling startete als Journalist in das Berufsleben und volontierte von 1952 bis 1954 bei der Nürtinger Zeitung. Nach einer Zwischenstation als Redakteur bei der Heidenheimer Zeitung arbeitete er von 1956 bis 1962 als Feuilleton-Redakteur bei der Deutschen Zeitung. Anfang 1967 begann Härtling als Cheflektor im S. Fischer Verlag in Frankfurt. Im Folgejahr wurde er zum Sprecher der Geschäftsleitung ernannt. Ende 1973 schied der Schriftsteller aus dem Verlag aus und war fortan als freier Schriftsteller tätig. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Kinderbuchtitel „Das war der Hirbel“ (1973), Hölderlin (1976) und „Ben liebt Anna“ (1979). Härtling war darüber hinaus Autor einer Fülle von Romanen, Gedichten, Essays und Erzählungen.

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